Sofia

Die Bulgarischen Städte: Sofia

Die bulgarische Hauptstadt hat viele Gesichter. Für manche ist sie Kultur- und Unterhaltungs- zentrum, für andere - Businessmetropole, für dritte - Universitätsstadt, die junge Leute aus dem ganzen Land anzieht. Mit fast 2 Mio. Einwohnern ist Sofia die größte Stadt in Bulgarien. Sie ist das politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum Bulgariens, sowie dessen wichtigster Verkehrsknotenpunkt.

Die Stadt liegt nördlich vom 2290 m hohen Witoscha-Gebirge im Westen des Landes.

Die Geschichte Sofias reicht Tausende von Jahren zurück in die Vergangenheit. Die Spuren der ersten Siedlung wurden auf fast 3.000 Jahren v. Chr. datiert. Die Thraken ließen sich im 7. Jh. v. Chr. in die Region in der Nähe der Mineralquellen nieder und gaben ihrer Siedlung den ersten urkundlich erwähnten Namen der heutigen Sofia - Serdika. Die Römer bauten starke Stadtmauern mit Toren und Türmen, öffentliche Gebäude und Straßen, deren Ruinen heute vielerorts in Sofia zu sehen sind. Während des Zweiten Bulgarischen Reiches wuchs die Stadt zu einem bedeutenden Handelszentrum heran. Den heutigen Namen erhielt Sofia im 14. Jh. nachdem die Basilika der Heiligen Sofia erbaut wurde. Unter der osmanischen Herrschaft fungierte Sofia als Provinzhauptstadt. Nach dem Befreiungskrieg im Jahr 1879 wurde sie zur Hauptstadt Bulgariens gewählt.

Es setzte eine Periode reger Bautätigkeit an, es wurden zahlreiche öffentliche und repräsentative Gebäude errichtet: die Staatsdruckerei, das Parlament, die Militärakademie, das Nationaltheater, der Zarenpalast, die Nationalbank, die Universität, die Alexander-Newski-Kathedrale. Es wurde mehrere Plätze und Parks angelegt. Allmählich verlor das Stadtbild seinen orientalischei Charakter. Die Stadt verwandelte sich in eine moderne europäische Metropole.

Sofia wächst und entwickelt sich immer weiter. Sie rühmt sich vieler historischer, kultureller, religiöser und architektonischer Sehenswürdigkeiten. Ihre Kirchen, Kunstgalerien, Museen und Theatern sind immer einen Besuch wert. Wahrzeichen der Stadt sind die Alexander-Newski-Gedaechtniskirche, die sogenannte russische Kirche im Stadtzentrum, sowie die Kirche von Bojana. Der Nationale Kulturpalast, erbaut während des sozialistischen Regimes, befindet sich im Stadtzentrum und ist eine beliebte Location für Kongresse, Konzerte, Ausstellungen und andere Events. Der zoologische Garten, eröffnet 1888, ist einer der ältesten in Europa. Er beheimatet sowohl Vertreter der einheimischen Fauna, ais auch viele exotische Tierarten.

Das Kulturleben der bulgarischen Hauptstadt ist rege und abwechslungsreich dank der Sofia-Oper, der vielen Theatern, Kinotheatern und Kunstgalerien. In unzähligen Restaurants und Lokals kann man bulgarische, italienische, indische, chinesische, türkische, japanische, arabische und andere Spezialitäten genießen. Für diejenige, die es eilig haben, sind die großen Fast-Food-Ketten und einige bulgarische Fast-Food-Anbieter da. Viele Diskotheken, Bars, Clubs und Cafés sorgen für Partystimmung bis in den Morgen.

Einige Einkaufszentren mit Vertretern von internationalen und lokalen Marken bieten ausgezeichnete Shopping-Möglichkeiten.