Sonnenstrand

Mehr Sonnenstunden als in Miami Beach: Der König der Jugend an der Schwarzmeerküste.

Die Schwarzmeerküste: Sonnenstrand

Er verdient seinen glänzenden und leuchtenden Namen mit vollem Recht: Mit durchschnittlich über 10 Sonnenstunden pro Tag und Temperaturen bis zu 35 Grad Celsius zwischen Juli und August ist der bulgarische Ferienort Sonnenstrand, der sich gut 35 Kilometer nördlich des Flughafens von Burgas und etwa 100 Kilometer südlich desjenigen von Varna befindet, der wohl international bekannteste und meistbesuchte im ganzen Land. Die Geschichte des mit heute ca. 300 000 Betten in über 200 verschiedenen Hotels größten Urlaubsorts Bulgariens begann bereits im Jahr 1958, als die damaligen Machthaber, animiert durch das mediterrane lokale Klima, den gut 8 Kilometer langen, feinen und zwischen 30 und 60 Meter breiten Sandstrand, zwei natürliche Wasserquellen vor Ort sowie aufgrund der günstigen geografischen Lage zwischen den Großstädten Burgas und Varna das Areal sukzessive zu einem immer größeren Urlaubsgebiet ausbauten. Die meisten der unzähligen heutigen Hotels, Bars, Cafés, Klubs, Diskotheken, Sportflächen und anderen Freizeiteinrichtungen entstand jedoch erst nach dem Systemwechsel in den 2000er Jahren, Sonnenstrand ist heute als offizieller „Nationaler Kurort“ gelistet, die Verwaltung erfolgt durch die bulgarische Regierung, die Gemeinde Nessebar und Vertretern der örtlichen Hotelbesitzer. Heute gilt Sonnenstrand primär als bevorzugtes Reiseziel für Urlauber im Teenager- bzw. Twen-Alter, nahezu die gesamte touristische Infrastruktur ist auf diese Zielgruppen zugeschnitten, welche den Ort auch wegen der im Vergleich zu Mittelmeerregionen günstigen Preise sehr gerne im Rahmen von Gruppen-, Vereins-, Betriebs- und Abschlussreisen besuchen. Ein Flug Bulgarien bzw. Bulgarien Flüge mit dem Ziel Sonnenstrand verkehren meistens über die beiden Flughäfen in Varna und Burgas, viele Hotels unterhalten Shuttleservices dorthin, auch regelmäßige öffentliche regionale und überregionale Buslinien verbinden den Ort direkt mit den Ankunftterminals. Im Ort selbst verkehren alle 10 bis 15 Minuten Busse, die das gesamte Stadtgebiet abdecken, auch die sehr günstigen und gelb-goldenen Taxis stehen fast rund um die Uhr parat. Zusätzlich fahren auch kleine Touristenzüge durch das Zentrum der Ferienstadt, direkt vom Strand kann man per Boot auch einen Ausflug in die Altstadt von Nessebar unternehmen. Aufgrund der starken territorialen Expansion in den letzten Jahrzehnten ist Sonnenstrand im Norden und Süden bereits mit seinen Nachbargemeinden Nessebar, Ravda und Sveti Vlas zusammengewachsen, nicht weit entfernt liegen weitere bedeutende bulgarische Ferienorte wie etwa Achtopol, Losenez, Obzor, Pomorie, Sosopol, Elenite, Djuni und Primorsko.

Partystrand in internationaler Jugendhand: Hier wird man schnell miteinander bekannt.

Bulgariens wichtigster Platz an der Sonne, dem Meer und dem Strand für junge Leute und Junggebliebene ist und bleibt aber ganz klar Sonnenstrand, nirgendwo sonst an der Schwarzmeerküste trifft sich sonst so ein junges, internationales und feierfreudiges Publikum, was natürlich im Gegenzug auch bedeutet, dass sich Familien mit noch kleineren Kinder, Senioren und Ruhe suchende Reisende zumeist eher andere Küstenorte für ihren Aufenthalt suchen und buchen. Doch auch wenn es in Sonnenstrand besonders abends und nachts durchaus mal etwas lauter werden kann, gilt doch die Sicherheit dort als außerordentlich hoch, zahlreiche private Sicherheitsdienste passen in der Gastronomie darauf auf, dass den Gästen nichts geschieht, die lokale Polizei kümmert sich gut um die öffentliche Sicherheit. Schwere Kriminalität und Auseinandersetzungen unter jugendlichen Gästen verschiedener Nationalität wie in manchen westeuropäischen Badeorten kommen so gut wie nie vor. Vielmehr feiert Europas Jugend in den über vier Dutzend Beach Bars, Discos, Strandcafés und Party Locations, die fast durchweg mehrsprachiges (Englisch, Deutsch, Russisch) freundliches und professionelles Personal aufweisen. In der häufig lockeren, informellen und aufgeschlossenen Atmosphäre auf und neben den Tanzflächen sowie in den gut 150 Restaurants und Bars lernen sich schnell Leute kennen, es wird intensiv geflirtet und schon so manche bislang einsame Herzen haben in Sonnenstrand für eine kürzere oder längere Zeit zueinandergefunden. Zu den für ihre gute Stimmung berühmtesten Diskotheken vor Ort gehören der 1500 m² große Dance Club Mania, die Disco Orange im nördlichen Teil, die seit 40 ununterbrochen in Betrieb befindliche Disco Lazur, die Disco Revolution gegenüber des Alba-Hotels sowie das benachbarte Iceberg, wo jeden Abend auch Liveacts aus Bulgarien oder Ausland aufspielen. Bekannte Bars am Sonnenstrand sind auch die Party Hütte, der Flying Dutchman, die Guaba Beach Bar, die Grand Disco Arena, das Heineken House, die Jacks Bar, das SLAM! CAFE Sunny Beach, die schwimmende Diskothek Tattoo Party Boat, die Valhalla Scandinavian Bar und die skandinavische Diskothek Den Glade Viking, die Amigo Bar mit ihrer Dekoration aus Oldtimern, Dak's Irish Bar mit englischer und irischer Küche, die wegen ihrer rauschenden Partys populäre Beach Bar Mexo sowie The Corner Pub als besonders bei britischen Urlaubern begehrter Treffpunkt. Internationale Küche wie Pizza, Pasta, europäische, mexikanische, amerikanische und asiatische Spezialitäten bekommt man ebenfalls an fast jeder Ecke, empfehlenswerte Etablissements mit sehr fairen Preisen sind zum Beispiel das Fat Cat, der Bombay Grill, der China Wok, The Castle, die Dino Bar, das Condor Bistro, der Cacao Beach, der Bedroom Beach Club, die Briliantin Beach Bar und das Restaurant der Erlebnisse Khan's Tent, wo auch regelmäßig Showeinlagen mit Artisten, Fakiren und Tanzgruppen aufgeführt werden. Ein guter Tipp für Billardfans ist schließlich die Big Break Pool & Bar, dort hat man die Wahl zwischen einem Snooker-Tisch sowie 5 professionellen Billardtischen, Dart, Arcade-und Simulator-Spielen, PS 3 und Lufthockey. Ein ganz besonderes Vergnügen ist auch der zentrale Vergnügungspark „Sunny Beach Luna Park“, wo diverse Achterbahnen, ein Autoscooter, ein Karussell, ein Schießstand, eine Geisterbahn bzw. ein Spukhaus, mehrere Trampoline, eine Minigolfanlage sowie ein künstlicher See mit verschiedenen Attraktionen für die Gäste parat stehen, das großzügige Gelände verfügt auch über ein Café, ein Fast-Food-Restaurant mit großer Auswahl, diverse Eisbuden und Verkaufsstände für Süßwaren wie etwa Popcorn und Nüsse.

Viel Party nachts, noch mehr Sport am Tag, ein jede/r so wie er/sie es mag.

Es wird aber keineswegs immer und ausschließlich nur gefeiert, gegessen und getrunken in Sonnenstrand, auch Aktivurlauber und Sportskanonen beiderlei Geschlechts kommen hier von morgens bis abends voll und ganz auf ihre (ebenfalls meist nur sehr geringen) Kosten, können sich bei gemeinsamen Unternehmungen und Ausflügen aller Art kennenlernen und viel Spaß miteinander haben. Der lang gezogene, feinsandige, gepflegte und mit der renommierten „Blauen Flagge“ für anerkannt guten Umweltschutz versehene Strand ist natürlich das meist genutzte Freizeitangebot am Ort, Liegestühle und Sonnenschirme werden überall zur Miete angeboten, wer lieber auf seinem Handtuch im Sand logiert, kann dies natürlich auch tun. Umkleideräume, Duschen und gepflegte sanitäre Anlagen sind natürlich ebenfalls in ausreichender Anzahl vorhanden. Aufgrund der großzügigen geografischen Gegebenheiten ist Sonnenstrand aber auch in der sommerlichen Hochsaison nur selten überfüllt, Platz für Sonnenanbeter, Badegäste und Wasserratten gibt es reichlich und auch für die zahlreichen dort möglichen Wassersportarten herrscht wahrlich keinerlei Flächenmangel. Das diesbezügliche Angebot muss wirklich keinen Vergleich scheuen, so kann man in Sonnenstrand Jet- und Wasserski sowie mit dem Bananaboat fahren, sich auf das Surfbrett schwingen oder mit einem Para- oder Hangglider über die sanften Wellen des Schwarzen Meeres gleiten lassen. Nicht in dessen salzigem Wasser, sondern in täglich überprüften und häufig gereinigtem Süßwasser kann man sich hingegen auch in den insgesamt vier Wasserparks der Region amüsieren, so etwa im zwischen Mai und September geöffneten und 24 000 m² großen „Action Aqua Park“ mit seinen 13 unterschiedlichen Becken und verschiedenen Wasserrutschen, diversen Restaurants und dem kleinen Zoo, dem 46 000 m² großen „Aqua Paradise“ im nahen Nessebar mit 20 Wasserattraktionen, im kleinen „Kuban Aqua Park“ im Garten des gleichnamigen Hotels sowie im vor allem für noch kleine Kinder gedachten „Pirates of the Caribbean Mini Aqua Park“ im Garten des Hotels Kotva. Sehr beliebt besonders bei Reisegruppen sind auch die Ausflugsfahrten mit dem Motorboot oder dem „Piratenschiff“, von welchem man aus im offenen Meer schwimmen und angeln kann, und das einen an einsame Strände in der Umgebung bringt. Ein entsprechendes „Mekka“ ist Sonnenstrand auch für Fans des Beachvolleyballs, welcher im Sommer am Strand an vielen Stellen ausgiebig gespielt wird. Tennis wird ebenfalls auf verschiedenen Plätzen angeboten, Unterricht im weißen Sport mit den gelben Bällen erteilen professionelle Tennislehrer, auch die Teilnahme an Wettbewerben ist möglich. Bogenschießen, Radfahren, Minigolf, Bowling oder reiten lernen und/oder den Strand und die umgebende Natur auf dem Rücken eines Pferdes erkunden ist ebenfalls ein beliebter Zeitvertreib, wer sich lieber einem erfahrenen Lenker anvertrauen möchte, kann dies auch mit einer romantischen Kutschfahrt vonstattengehen lassen. Mietfahrräder sind auch bei fast allen Hotels sowie an anderen Verleihstationen erhältlich, mit diesen kann man sehr gut die lange Strandpromenade für sich entdecken. Etwas rasanter geht es dahingegen beim Skydiving in der „Aerodium Bodyflight Arena“ zu, ebenso bei den Quad Bike Safaris für Kinder ab 11 Jahren sowie auf der 440 Meter langen Strecke der Gokartbahn gegenüber vom Action Aqua Park, ein gewisses Maß an Geschicklichkeit und etwas Reaktionsvermögen benötigt man auch im „Paintball Park“.

Zu sehen gibt es allerhand: Bei, rund um und in der Nähe von Sonnenstrand.

Aufgrund der ursprünglichen und im Laufe der Zeit perfektionierten Konzeption der Ferienstadt Sonnenstrand als reinem Tourismusort gibt es dort im Grunde genommen keinerlei Altbaubestand und Baudenkmäler historischer Natur. Wer sich also exklusiv den weiter oben beschriebenen Strand- und Partyaktivitäten im Ort widmen möchte, muss diesen eigentlich während der Zeit seines Aufenthaltes dort überhaupt nicht verlassen, wer sich jedoch auch ein wenig für die wirklich interessante und sehr weit zurückreichende bulgarische Geschichte und Kultur interessiert, dem seien unbedingt Ausflüge und Exkursionen in die nähere und weitere Umgebung empfohlen, denn bei diesen lernt man nicht nur weitere Küstenabschnitte und das urig-authentische Binnenland besser kennen, sondern man kann auch die sprichwörtliche bulgarische Herzlichkeit und Gastfreundschaft allerorten erleben und ausgiebig genießen. Wie weiter oben bereits kurz skizziert, befinden sich in der Nähe von Sonnenstrand zahlreiche sehenswerte Städte, Gemeinden und weitere schöne Ferienorte, im Rahmen von Zweitagestouren mit dem komfortablen Reisebus lasen sich auch bequem die bulgarische Hauptstadt Sofia mit ihren gut 1,2 Millionen Einwohnern ganz im Westen des Landes oder sogar die türkische 13-Millionen-Metropole Istanbul besichtigen, wer jedoch lieber in der Nähe von Sonnenstrand und seinem dortigen Hotel bleiben möchte, für den kommen immer noch Besuche der nicht weit entfernten Städte, Gemeinden und Ferienorte Nessebar, Baltschik, Varna, Burgas, Pomorie, Sosopol, Elenite, Sweti Konstantin, Schumen, Russalka, Bozhurets, Albena, Goldstrand, Kranevo, Kamtschia, Avren, Aheloj, Ahtopol, Euxinovgrad, Benkovski, Shkorpilovtsi, Bjala, Irakli, Obzor, Achtopol, Losenez, Primorsko, Sarafovo (Burgas), Atija, Chernomorets, Djuni, Kiten, Lozenets, Tsarevo, Varvara, Sinemorets und Rezovo an der bulgarisch-türkischen Grenze in Frage. Sehr schön anzusehen ist auch das Museumsdorf Alfatar in der nördlichen Dobrudja als die Kornkammer Bulgariens, deren Hauptstadt Dobritsch für ihr ethnografisches Museum bekannt ist. Unvergessliche Eindrücke bieten Tagestouren zu den bulgarischen Schwarzmeerinseln vor der Küste, so etwa nach Sveta Anastasia mit dem einzigen erhaltenen mittelalterlichen Inselkloster, zum ehemaligen Marinestützpunkt Sveti Kirik, in das Natur- und Vogelschutzgebiet Sveti Iwan und Sveti Petar mit der größten Kolonie von Silbermöwen in Bulgarien und auf die sog. „Schlangeninsel“ Sveti Toma mit ihrem landesweit einzigartigen Vorkommen von wilden Kakteen.

Das UNESCO-Weltkulturerbe Nessebar: Kap Emine, Ravda und Sveti Vlas.

Das naheliegendste Ausflugsziel von Sonnenstrand aus ist zweifelsohne die ursprüngliche thrakische Siedlung und heutige 13 000-Einwohnerstadt Nessebar, zu deren Gemeindegebiet Sonnenstrand wie auch Ravda und Sveti Vlas gehören. Die seit dem 6. bzw. 5. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung besiedelte Stadt beherbergt mit ihrer spätantiken Stadtmauer, den vielen Sakralbauten aus dem 13. und 14. Jahrhundert, den zahlreichen typischen Schwarzmeertypus-Häusern und den vielen restaurierten Windmühlen nicht eine Unmenge an sehenswerten historischen Gebäuden mit UNESCO-Weltkulturerbestatus, in ihr gastiert auch jedes Jahr Ende Juli das „Solar Summer Festival“ als größtes Festival für elektronische Musik in Bulgarien. Mit zwei täglich von Nessebar aus verkehrenden Tragflügelbooten kann man einen tollen Meerestrip nach Sosopol und Varna unternehmen. Am nur ca. 14 Kilometer entfernten Kap Emine teilt sich die bulgarische Schwarzmeerküste in ihre nördliche und südliche Hälfte, die imposante Steilküste ist auch ein Vogelschutzgebiet und Heimat von über 200 Vogelarten, darunter so seltene und teils vom Aussterben bedrohte Arten wie Olivenspötter, Blauracken und Zwergseeschwalben. Ähnlich touristisch geprägt wie Sonnenstrand selbst schließlich sind seine beiden Nachbarorte Ravda und Sveti Vlas.

Die Bucht von Burgas: Pomorie, Burgas, Tschernomorez, Sosospol

Die größte bulgarische Schwarzmeerbucht und westlichste Punkt des Schwarzmeers wird natürlich vor allem von der gleichnamigen Stadt mit ihren gut 230 000 Einwohnern dominiert, wirtschaftlich ist vor allem der landesweit größte Hafen mit seiner traditionell starken Fischfang- und Fischverarbeitungsindustrie von Bedeutung, von touristischem Interesse sind die zahlreichen Festungsbauten, das Naturschutzgebiet Poda und die Burgasseen in der Umgebung sowie die seit der Antike genutzten Mineralbäder und die bei Einheimischen wie Besuchern sehr geschätzte Grünanlage des Meeresgartens im Zentrum der Stadt. Gut 20 Kilometer nördlich von Burgas liegt die 13 000-Einwohnerstadt Pomorie auf einer schmalen Halbinsel bzw. Landzunge, trotz einiger Bekanntheit für den Fremdenverkehr konnte sich hier die klassische Bausubstanz aus flacher Bebauung und Kopfsteinpflaster erhalten, Weinberge und Obstgärten umrunden eines der bekanntesten Moor- und Seebäder Bulgariens, das somit auch als die heimliche Hauptstadt der Schwarzmeer-Weinanbauregion gilt. Genau gegenüber von Pomorie am südlichen Ausgang der Burgasbucht liegt die Kleinstadt Tschernomorez mit ihren ca. 2200 Einwohnern, der wegen seiner Beschaulichkeit beliebte Ferienort ist auch wegen der antiken Seefestung am Kap Akin in der Vromosbucht überregional bekannt, von einheimischen Historikern wurde sie schon als „bulgarisches Pompeji“ bezeichnet. Östlich davon liegt mit Sosopol samt seiner ca. 5400 Einwohnern ein weiterer populärer Ferienort, anders jedoch als in Sonnen- oder Goldstrand befinden sich die bis zu bis 80 000 Hotelbetten in der Stadt und ihrer Umgebung nicht in Neubauten, sondern zumeist in familiär geführten Häusern und kleineren Resorts wie etwa im bei Surfern beliebten Djuni. Im Zentrum der Stadt findet man die meisten historischen Gebäude auf der Halbinsel Skamnij, charakteristisch für die Umgebung Sosopols sind die zahlreichen Festungsruinen ihrer antiken Vorgängerstadt Apollonia sowie die mehr als 1500 Dolmen, Nekropolen und Hügelgräber der Thraker. Ein schöner Ausflug führt auch in das ca. 6,5 Kilometer entfernte Naturschutzgebiet Alepu.

Der tiefe Süden: Primorsko, Kiten, Tsarevo, Sinemorets und Rezovo.

Die weiter südlich liegenden Küstenabschnitte der Provinz Burgas geizen ebenso wenig mit ihren natürlichen Reizen wie die gerade beschriebenen weiter nördlich, vielmehr weisen sie sehr ebenfalls sehr feinsandige Strände, das ca. 25 Kilometer südlich von Sosopol liegende Primorsko mit seinen knapp 3500 Einwohnern als ein Zentrum des internationalen Jugendtourismus, aus den ehemals vorrangig betrieblichen Ferienheimen wurden seit den 2000er Jahren zumeist moderne private Unterkünfte, vielen Schüler- und Studentengruppen nutzen auch den großen Campingplatz. Die Waldgebiete des nahen Strandschagebirges eignen sich bestens für lange Wanderungen, empfehlenswerte Ausflugsziele sind auch die Überreste der antiken Stadt Ranuli, das Kap Maslen nos mit den Resten einer mittelalterlichen Festung, das thrakische Felsenheiligtum Beglik Tash, das Naturschutzgebiet Arkutino im für seine Vorkommen von Schildkröten, Pelikanen, Eisvögeln, Störchen, Kormoranen, Rehen und diversen Reptilien bekannten Naturschutzkomplex Ropotamoy und der durch dichte Buchen- und Traubeneichenwälder charakterisierte 1116 Km² große Naturpark Strandscha. Die kleine 1000-Einwohnergemeinde Kiten gehörte von 2001 bis 2005 zu Primorsko, die beiden schönen Strände Atliman und Urdoviza sorgten aber für immer mehr Besucher, sodass man seit 2005 den Status einer eigenen Stadt innehat. Mit 6200 Einwohnern etwas größer ist Zarewo, das eher ruhige Städtchen, ist bislang aber nur wenig vom Tourismus beeinflusst worden, ein Ausflugstipp in der Umgebung ist die Festung auf dem Papija-Gipfel, ein schöner Badeort in der Nähe ist Achtopol. Eine rasante Entwicklung vom leicht verschlafenen Grenzdörfchen zum bekannten Badeort hat die kleine Gemeinde Sinemorets in der Nähe des Flusses Veleka genommen, noch etwas ruhiger geht es in Rezovo zu, dem südlichsten Punkt der bulgarischen Schwarzmeerküste und Grenzort zur Türkei.